Mechanische
Zugversuch
mit E-Modul
Schnellzerreißversuch
Biegeversuch
mit E-Modul
Izod
Charpy
Durchstoßversuch
Kugeldruckhärte
Rockwellhärte
Shore A und Shore D
Schlagzugversuch
Weiterreiß-/Trenn-/
Scher-/Abzugs-
versuche
Druckversuch
Scherversuch
Abrieb nach Taber
Zeitstandzugversuch
Zeitstand-
biegeversuch
Rheologische
Wärmeform-
beständigkeit
Thermische Analyse
Physikalische
Elektrische
Brand
Thermische Alterung
Bewitterung
Optische
Chemikalien-
beständigkeit
Schwindung


Schnellzerreißversuch





Norm:
Nach Hausnorm

Prüfverfahren > Mechanische
Schnellzerreißversuch
Kunststoffbauteile werden bei Crash-Ereignissen hohen Belastungsgeschwindigkeiten und großen Deformationsraten ausgesetzt. Während umfangreiche Kenntnisse über das mechanische Verhalten von Kunststoffen bei langsamen Belastungsgeschwindigkeiten vorhanden sind, liegen für Belastungsgeschwindigkeiten im crash-typischen Bereich (bis zu 72 km/h) auf Grund der komplexen Versuchsdurchführung nur wenig Materialkennwerte vor. Zur Erhöhung der Sicherheit sind jedoch zuverlässige Materialkennwerte bei crash-typischen Geschwindigkeiten für eine präzise Simulation von Crash-Vorgängen von Kunststoffbauteilen (z.B. über FEM) unerlässlich.

In einem Schnellzerreißversuch werden die erforderlichen, hohen Belastungsgeschwindigkeiten bis 20 m/s (72 km/h) mittels einer servohydraulischen Prüfmaschine erreicht. Gleichzeitig werden die auftretenden lokalen Deformationen mit Hilfe einer Ultra High Speed Kamera mit einer maximalen Frequenz von 1 MHz ermittelt. Dies entspricht der Aufnahme von 1 Mio. Bildern/Sekunde.

Das Ergebnis aus dem Schnellzerreißversuch sind "Wahre Spannungs-Dehnungs-Kurven", die als Daten-Input für präzise Crash-Simulationsprogramme erforderlich sind. Alternativ können auch reine „Kraft-Weg-Kurven“ bestimmt werden.