 | Probekörper werden in zwangsbelüfteten Heißluftschränken bei unterschiedlich hohen Temperaturen lastlos gelagert, um anschließend bei Raumtemperatur die Änderung spezifischer Eigenschaften in Abhängigkeit von der Lagerdauer zu ermitteln.
Die Eigenschaftsänderungen werden im Allgemeinen mit einer mechanischen Schockprüfung, einer quasistatischen und einer elektrischen Messung untersucht. Der Versuch ist beendet, wenn der Eigenschaftsgrenzwert (50 % v. Ausgang) unterschritten ist. Aus den erhaltenen Ergebnissen wird für jede Eigenschaft die Zeit bis zum Erreichen des Eigenschaftsgrenzwertes ermittelt (Temperatur-Zeit-Paare).
Aus diesen Paaren lässt sich das thermische Beständigkeitsdiagramm für den untersuchten Werkstoff erstellen. Durch Extrapolation in der Zeit ergeben sich die Temperaturindizes (TI in der Regel nach 5.000 und 20.000 h) nach (IEC) DIN EN 60216-1.
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